Solar für das Wohnmobil – und warum der „normale“ Camper abgezockt wird

Solar für das Wohnmobil – und warum der „normale“ Camper abgezockt wird

Solar für das Wohnmobil – und warum der „normale“ Camper abgezockt wird

Der Titel wirkt reißerisch: Der „normale“ Camper wird abgezockt.

Und dann die Frage: Was ist denn der „NORMALE“ Camper?

Ich mache es kurz:

Die meisten Camper nutzen ihr Wohnmobil 4-12 Wochen im Jahr oder nur über das Wochenende und stehen zu 95% auf Stell- und Campingplätzen. Hier reichen die Null-Acht-Fünfzehn Lösungen der Wohnmobil-Händler. Und obwohl es einfache Lösungen sind, zahlt der Kunde dafür noch zu viel. Der „normale“ Camper braucht nicht einmal eine Solaranlage. Er weiß das häufig nur nicht.

Wir stehen jetzt 12 Monate zu 98% nicht auf Stellplätzen. Strom können wir nie bekommen, da wir auf einen Umwandler von 110 Volt auf 230 Volt verzichtet haben. Wir sind in Nordamerika.

Wie geht es weiter im Text?

  • Ich beschreibe, warum meine Anlage mittelmäßig ist

  • Messreihe: Semi-Flexibel gegen Solar Swiss Solartasche

  • Ich zeige auf, warum meine Solartasche eine tolle Lösung darstellt

  • Ich erkläre meine Fehler und ich gebe Tipps, wie man meine Fehler vermeiden kann

  • Produkte und Signalwörter in der Werbung, die einen skeptisch machen sollten

  • Empfehlenswerte Shops / Installateure

(Die Links zu den Webshops gebe ich aus Überzeugung weiter und nicht, weil ich Provisionen bekomme. Ich bekomme nichts für die Verlinkung.)

Warum meine Anlage mittelmäßig ist

Ich habe mir selbst eine Solar-Lösung auf das Dach gebaut, die ich so nie wieder machen würde. Das werde ich im Folgenden erklären und mit Zahlen untermauern. Leider habe ich auf Beiträge in einem Facebook-Forum vertraut, die man im „Sunlight- und Carado-Forum“ findet. Ich vermute, es waren reine Werbebeiträge, die nicht als solches gekennzeichnet waren. Oder ein überzeugter Laie, der nie wirklich geprüft hat, ob überhaupt das rauskommt, was rauskommen müßte oder sagen wir könnte. Da ist man bei mir falsch, denn ich probiere alles aus. Schade nur, daß dieser „User“ seine halbe Bekanntschaft und Verwandtschaft nun mit funktionierenden, jedoch mittelmäßigen Lösungen ausgestattet hat und dafür dann doch zu teuer.

 

Ich habe einem Bekannten zu einer anderen Solar-Lösung (Rahmenmodule von Solar Swiss) geraten und die brummt ordentlich. Alle Komponenten einer ordentlichen Anlage erhält man beispielsweise bei https://www.amumot.de oder https://www.lieblingswomo.de/.

externe Anlage
Hier sieht man unsere externe Solarlösung

Unsere IST-Situation

  • 2 x 150 Wp Semi-Flex Module von (schreibt mich an, wenn Ihr den Hersteller wissen wollt)

  • 1 x 180 Wp Solar-Tasche von Solar Swiss

  • 1 x Victron Smart Solar Regler 100 / 30 (für 2 x 150 Wp)

  • 1 x Victron Smart Solar Regler 75 / 15 (für 1 x 180 Wp)

  • 2 x 90 Ah LiFePO4 Batterien von Victron

  • 1 x BMS Victron

  • 1 x Batteriecomputer BMV 712 von Victron

Die erste Position ist die Schwachstelle: Semi-flex Module. Es gibt immer wieder Gerüchte, daß flexible bzw. semi-flexible Module den gerahmten Modulen in fast nichts nachstehen würden, jedoch ist dies falsch. Zumindest gilt das für meine Module von dem Hersteller, den ich nur preisgebe, wenn man mich anschreibt. Es ist bekannt, daß mit flexiblen Lösungen die Hersteller ihre lieben Nöte hatten und z.T. immer noch haben.

 

Mein gekauftes Produkt schneidet in diesem Test nicht schlechter ab als andere flexible Module. Und mir hat man beim Hersteller vorab sogar gesagt, daß dies passieren wird! Nur der Thread-Ersteller im „Sunlight- und Carado Forum“ auf Facebook, der semi-flexibel favorisiert, stellt dies gerne anders dar: Flexibel sei uneingeschränkt super. Ich kann leider nicht sagen, ob er es immer (noch) so macht, ich kann ihn nicht mehr lesen, da ich vermutlich von ihm blockiert wurde (ich war aus meiner Sicht nie unfreundlich zu ihm).

 

Es gibt die pauschalen Aussagen, daß nahezu alle flexiblen Module ca. 20-30% Verluste einfahren (im Vergleich zu Rahmenmodulen). Dies kann ich mit der folgenden Messreihe belegen (dabei hat meine Solartasche keine „echten“, gerahmten Module wie bei Hausinstallationen. Schräg aufgestellte Hausmodule von z. B. Panasonic würden meine Solartasche noch einmal abhängen. Hausmodule als Solar-Tasche bzw. eher Solar-Koffer von Panasonic wären nur sehr, sehr schwer und damit nicht praktikabel.

Hier baue ich die Solartasche auf
Die Solar-Tasche ist in unter 2 Minuten aufgebaut

Warum flexible Module?

  • sind leichter als Rahmenmodule

Warum keine flexiblen Module?

  • heizen schneller auf und haben („grundsätzlich!?!“) einen schlechteren Wirkungsgrad

Vorteile gerahmte Module?

  • gute Module haben einen höheren Wirkungsgrad und heizen weniger auf (Wechselwirkung je wärmer, umso weniger Leistung)

  • gerahmte Module kann man leichter im Winkel aufstellen und zur Sonne ausrichten (flexible Module müßte man verstärken, dann wieder mehr Gewicht)

Nachteile gerahmter Module?

  • sind i.d.R. schwerer

Meine Semi-Flex Module haben eine schlechte Energieausbeute, die jedoch für semi-flexible Module durchaus normal ist. Es sind keine schlechten semi-flexiblen Module, sie sind einfach nur Mittelmaß.

Wir messen und Vergleichen die Solarmodule

132W Solar
zur Sonne aufgestellt
64W Solar
liegend am Boden
87W Solar
liegend auf dem Dach

Die Messungen erfolgten zeitgleich unter identischen Bedingungen. Ich habe die Solar-Tasche zeitweise auf den Boden gelegt, um die „flache“ Verklebung auf dem Dach zu simulieren. Zusätzlich richtete ich die Solartasche zur Sonne aus.

Die Module auf dem Dach sehen insbesondere in den Abend- bzw. Morgenstunden alt aus, da die Sonne tiefer steht. Um dieser Argumentation nicht zu viel Raum zu geben, legte ich die Solartasche ebenfalls zu Vergleichszwecken auf den Boden, um zu zeigen, was die Solartasche besser kann; und daß dies nicht nur an der schrägen Aufstellung liegt.

ZeitTASCHE AUFGESTELLTTASCHE LIEGENDDachmodule
7.7.19, 17.41 Uhr9.8 A (132 W)4.8 A (64 W)6.4 A (87 W)
7.7.19, 18.55 Uhr8.1 A (111 W)2.4 A (35 W)3.5 A (48 W)
7.7.19, 19.45 Uhr6.0 A (81 W)1.3 A (18 W)
8.7.19, 8.22 Uhr10.2 A (137 W)6.4 A (89 W)
18.07.19, 14.06 Uhr9.2 A (126 W)8.7 A (119 W)11.1 A (153 W)
19.07.19, 11:17 Uhr9.2 A (124 W)8.0 A (107 W)10.4 A (142 W)

Die Messreihe werde ich sporadisch ergänzen. Frühere Messungen sahen sehr ähnlich aus. Jedoch finde ich eine längere Messreihe mit noch mehr unterschiedlichen Zeiten aussagekräftiger.

Darum ist die Solartasche super!

Die Module auf dem Dach sehen insbesondere in den Abend- bzw. Morgenstunden stunden alt aus, da die Sonne tiefer steht. Um dieser Argumentation nicht zu viel Raum zu geben, legte ich die Solartasche ebenfalls zu Vergleichszwecken auf den Boden, um zu zeigen, was die Solartasche besser kann; und dass dies nicht nur an der schrägen Aufstellung liegt.

 

Vergleichen wir einmal die liegenden Werte:

 

um 17.41 Uhr am 7.7.19

180 Wp bringen liegend 4.8 A. 300 Wp sind 1,67 mal so „stark“ wie 180 Wp. Folglich müßten rund 8 A bei den 300 Wp auf dem Dach (liegend) rauskommen, es sind jedoch nur 6,4 A. Wir haben demnach einen Verlust von rund 20% gegenüber der Solartasche von Solar Swiss.

Um 18.55 Uhr am 7.7.19

180 Wp liegend bringen 2.4 A. 300 Wp sollten demnach ca. 4 A ergeben (2,4 A x 1,67). Es kommen nur 3.5 A. Der Verlust liegt nur noch bei rund 13%. Eine Stunde später war es draußen schon bedeutend kühler.

Ausgehend von den Messwerten scheint tatsächlich eine Verbindung zwischen Temperatur und Wirkungsgrad zu bestehen.

Sobald die Module zur Sonne ausgerichtet wurden, brachte dies am Abend das 2 bis 3 fache an Ertrag, wenn man liegend mit aufgestellt vergleicht! Selbiges gilt für die frühen Morgenstunden. Wir sprechen hier von 2 bis 5 Stunden mit extrem deutlichen Mehrertrag gegenüber liegenden Modulen.

 

!!! Diese Messreihe erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit !!!

 

Die Solartasche kann man problemlos in 2 Minuten aufstellen und sich dabei noch blöd anstellen. Das zeige ich in meinem Video.

Die aufgestellte Solartasche schlägt die liegenden, flexiblen Module sehr häufig (in absoluten Zahlen wohlgemerkt!), obwohl ihre Leistung geringer ist.

 

Zur Mittagszeit gewinnen in absoluten Zahlen die 300 Wp gegen die aufgestellten 180 Wp. Alles andere wäre jedoch auch schwer peinlich. Diese Aussage gilt für die Sommerzeit. Allerdings kommen die aufgestellten 180 Wp sehr nah an die gelegten 300 Wp (sind halt „nur“ flexible Module..-) .

 

Außerhalb der Sommerzeit sind aufgestellte Module wieder weiter vorne, da die Sonne pauschal tiefer ist und somit in einem ungünstigeren Winkel zu den flachen Modulen – selbst zur Mittagszeit(!) – steht.

 

Der Tagesertrag meiner 300 Wp geht bis auf 1.4 kWh hoch. Das ist für semi-flex in Ordnung. Für die 180 Wp habe ich dort keinen realistischen Wert, da die Tasche zu selten einen ganzen Tag aufgestellt wird. Mein Hersteller gibt für 300 Wp einen durchschnittlichen Tagesertrag von 1.8 kWh an. Das ist natürlich ein Witz. Als Durchschnitt klappt das nie.

Meine Fehler und Tipps

Mein Fehler 1:

  • Mein Händler, der auch der Hersteller ist verkaufte mir zu den 2 x 150 Wp eine 4 mm² Solarleitung. Ich habe aus eigener Überlegung dann lieber 6 mm² genommen

Meine Empfehlung 1:

  • eine 4 mm² Leitung geht bei 100-200 Wp in Ordnung, jedoch würde ich immer wenigstens 6 mm² nehmen

  • ab 300 Wp sind 10 mm² Pflicht

Fazit 1:

Mein Hersteller will Solarmodule verkaufen und keine Solarleitung. Darum haben die etwas Unterdimensioniertes angeboten. Dem „normalem“ Camper fällt das nicht auf, der benötigt eh keine 300 Wp auf dem Dach (und das ist schon wenig!). Laßt Euch darauf nicht ein! Haltet Euch an meine Empfehlungen! Die Verluste, selbst wenn die Solarmodule in Reihe geschaltet werden (höhere Spannung = weniger Verluste), sind potentiell über die dünnen Leitungen zu groß. Insbesondere bei langen Verkabelungswegen. Für den Einzelfall interessiert sich mein Hersteller nicht (so war es bei mir, – Masse statt klasse -).

1.4 kWh Tagesertrag, beworben werden 1.8 kWh Durchschitt!!

 

Ganz nebenbei, mein Hersteller sei nur stellvertretend genannt. Man könne auch „Wohnmobil-Händler“ oder „Anbieter XYZ“ schreiben. Die Anbieter werden derzeit von Käufern überrannt, denen fehlt schlicht die Zeit für eine ordentliche Beratung. Damit kann ich nur nichts anfangen.

Mein Hersteller wies mich jedoch schon im Vorfeld auf den schlechteren Ertrag der semi-flexiblen Module hin! Großer Pluspunkt! Großer Minuspunkt: Die 1.8 kWh Tagesertrag im Durchschnitt werden niemals erreicht. Das weiß der „normale“ Camper gar nicht, da er es nicht prüft.

Mein Fehler 2:

  • flexible Module (weil ich doch Gewicht sparen wollte)

Meine Empfehlung 2:

  • Gewicht spart man nicht bei den Modulen! Kauft leichtere Gasflaschen und leichtere Batterien. Die neuen Victron LiFePO4 Batterien (Stand Juli 2019) wiegen fast nur noch ¼ (!!!!!!) einer vergleichbaren AGM Batterie. Das ist ein Knaller!!!!

  • Keine flexiblen Module mehr!

  • flexibel nur, wenn es auf das letzte Gramm ankommt und man nicht viel Leistung benötigt (Ausnahmen bestätigen die Regel! 🙂 )

Mein Fehler 3:

  • Module nicht aufstellbar

Meine Empfehlung 3:

  • Wer über Wochen oder gar Monate unabhängig sein will, der hat aufstellbare Module. Das ist fummeliger, erscheint unpraktisch. Der Mehrertrag ist gigantisch! Dazu kann ich mehr berichten, wenn ich die einmal haben sollte.

  • Diese Empfehlung ist wirklich nur für die interessant, die Ihren Kühlschrank über die Batterie (z.B. per Wechselrichter) laufen lassen oder andere, große Stromabnehmer haben und z.B. Gas sparen wollen.

Meine Empfehlung 4:

Eine Solartasche ist eine bombastische Ergänzung. Man kann sich in den Schatten stellen und dennoch ordentlich Sonnenenergie tanken und zunächst auf eine Dachinstallation verzichten. Fehlt ohnehin Platz auf dem Dach, dann ist die Tasche wieder eine prima Sache.

Das Kabel der Solartasche hat eine solide Länge, um recht unabhängig positionieren zu können.

 

Meine Empfehlung 5:

Wer autark sein will, also so richtig mit Anlauf und zum Anfassen, der läßt sich z.B. von https://www.amumot.de beraten.

Wer nicht zwingend die volle Packung haben will, der ist erstklassig bei Marco Neul von https://www.lieblingswomo.de aufgehoben. Sagt man dem Marco, man will die Super-Premium-Autarkie-Lösung haben, also doch die volle Packung, dann bekommt Ihr die dort ebenso!

Solarmodule kann man immer aufstellen
Die Solartasche kann man immer aufstellen

Der fragt jedoch Euren Bedarf effektiv ab. Vielleicht reicht ja nur ein Booster oder eine dickere Batterie? Hilfe, Booster! Was ist das denn? Das kommt später, da schreibe ich etwas zu B2B Ladern (Booster).

Wenn man schon den Booster ins Spiel bringt, dann muß man an die Batterie denken. Dazu später ebenfalls mehr.

Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen, ob die Solarpaneele lieber in Reihe oder parallel angeschlossen werden sollten… Hierzu später ebenfalls mehr. Ich empfehle so zu verkabeln, daß man beides jederzeit umstecken kann, um den persönlich richtigen Weg zu finden. Oder vielleicht eine schicke Kombi von parallel und in Reihe? 🙂 . Denkt am die Bypass-Dioden (wovon redet der??) !

Ach so, nie ohne Batterie-Computer!!! Dazu später dann in einem neuen Beitrag mehr. 🙂

Meine Produktempfehlungen rund um Solar

Solarregler:

  • Für mich nur Victron mit Bluetooth Steuerung

  • Votronic kann man auch machen

  • Immer nur MPPT Regler. Bitte nicht auf die „preiswerten, chinesischen Angebote“ reinfallen.

 

 

Solarkabel:

  • bis maximal 200 Wp die 4 mm², lieber 6 mm²

  • ab 300 Wp 10 mm² Solarkabel

     

 

Batterie-Computer:

  • Für mich nur der Victron BMV 712 mit Bluetooth Steuerung

  • Votronic kann man auch machen

  • NUR der Batterie-Computer läßt eine Aussage zum Füllzustand der Batterien zu. Die Standardanzeigen im Wohnmobil sind zu 99% reine Spannungsanzeigen und habe eine Aussagekraft, die gegen Null geht. Der Batterie-Computer ist ein Pflichtprodukt für alle Camper!

 

Solar-Paneel: Da gibt es extrem viele:

  • eher gerahmte Hausmodule und keine speziellen „Camper-Module“

  • Solar Swiss hat gute Produkte im Angebot (erhältlich über https://www.amumot.de (mit externem Einbauservice) oder https://www.lieblingswomo.de mit ganz persönlichem Einbauservice vom Inhaber Marco Neul

  • Wer gut Platz auf dem Dach hat, mehr Gewicht gerne in Kauf nimmt, der entscheidet sich für Panasonic HIT Module. Wenn man ein 245 Wp Panasonic HIT Modul installiert, dann hat es mindestens 245 Wp. Meistens (nein, besser IMMER) ist die Leistung höher!!! Diese Module sind im Moment der Knaller.

Aufsteller für Solar:

  • Die volle Solarpower gibt es nur, wenn die Module aufstellbar sind. Hier recherchiere ich selbst noch nach Lösungen.

  • Es geht dann um die totale Autarkie. Die ganz Wahnsinnigen haben 1500 Wp und mehr auf dem Dach, dazu 400, 600, 800 Ah und noch viel mehr LiFePO4 Batterie-Kapazität und lassen gnadenlos alles über Strom laufen und verzichten sogar auf Gas. Das bekommen wir mit unserer kleinen Kiste nicht hin. Die 400 Ah Batteriekapazität wären möglich, bis zu 700 Wp Gesamtkapazität realistisch. Dann wird es für uns eng. Allerdings liefe in dem Moment der Kühlschrank nur über Batterie-Strom (über einen Wechselrichter) und eine Klimaanlage über Batterie (über einen Wechselrichter) wäre ebenso möglich.

 

Batterien:

  • Hier wäre meine Favorit ein Batterie-Selbstbau mit Winston Zellen…

  • …wären da nicht die neuen Victron LiFePO4 Produkte mit noch mehr Gewichtseinsparung!

  • Wer es weniger kompliziert im Selbstbau oder kostspielig bei Victron haben will, der kann sich die Alternativen bei https://www.lieblingswomo.de ansehen. Alle anderen sind wieder bei https://www.amumot.de gut bedient.

Wechselrichter

  • Ich selbst bin ein überzeugter Anwender von Fraron Wechselrichtern ( www.fraron.de )

  • Hier sind die Multiplus Produkte von Victron super oder Phoenix Inverter (Victron)

 

B2B Lader / Booster:

 

Testbedingungen liegend herstellen

Produkte und Signalwörter in der Werbung, die einen skeptisch machen sollten

Disclaimer: Dies ist extrem subjektiv von mir eingefärbt und wurde von persönlichen Erlebnissen beeinflußt. Jeder muß, darf, kann und soll seine eigenen Erfahrungen machen. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, daß meine Meinung die einzig glückselig machende ist!

  • Eine Marke mit „B“ am Anfang. Die Apotheke unter den Camper-Produkten. Teuer und nicht zwingend gut (oder besser).
    „B“ labelt in der Regel gerne um. In der Vergangenheit häufig Produkte von Votronic. Da kann ich direkt günstiger Votronic Produkte kaufen. Diese Aussage würde ich 2018 noch in Stein meißeln. Wie es in der Zukunft aussieht, kann ich nicht wissen!
    „B“ wird gerne von Wohnmobil-Händlern gewählt, insbesondere im Premium-Bereich. Denen ist der Preis sowieso egal – Hauptsache Premium.
    Versteht mich nicht falsch, „B“ ist nicht grundsätzlich schlecht, jedoch schaut Euch erst einmal gründlich um, bevor Ihr zu einem „B“-Produkt greift (Hersteller Name gerne per Mail).

  • Vollmundige Werbung. Module, die auch aus schlechtem Licht die beste Energie rausholen („schlechtes“ Licht, bzw. schlechte Bedingungen liefern wenig Energie. Es ist zwar toll, aus wenig Energie das Meiste rauszuholen, aber was bringt das wirklich, wenn doch nur wenig Energie da ist? Ganz viel von fast Nichts bleibt fast Nichts…).

  • Eher unbekannte Solar-Module sind billig, taugen oft wenig, werden dafür noch zu teuer von Händlern verkauft. Es gibt einen bekannten Hersteller, den ich nur für SAT- und Fernseh-Systeme kannte, der macht jetzt auch eher schlecht als recht Solar.

  • Jede Form von überzogener Werbung kritisch hinterfragen.

  • Vorsicht bei solchen Aussagen zu Solarreglern: „Sie brauchen keinen MPPT Regler. Wir nehmen die normalen.“

  • Wir müssen keine zusätzlichen Kabel ziehen. Der Ladebooster mag oft dickere Kabel, wird jedoch gerne ignoriert. Solarkabel werden gerne zu dünn angeboten. Absicherungen werden nicht immer installiert. Arbeiten werden schlampig ausgeführt.

  • Aussagen wie: „Das ist ein spezielles Camper-Produkt und auf die individuellen Gegebenheiten des Campers abgestimmt.“ Hier handelt es sich gerne um Apothekenprodukte (natürlich nicht immer). Eine Camping-Toilette für den Camper im kleinen Wohnmobil ist sicher sinnvoller, als die zwei Zentner schwere Keramik zu hause 🙂 .

  • Super(tolle)-Batterien mit einem Ingenieur-Büro zusammen entwickelt. Teure Abzocke, die man wirklich wesentlich günstiger bekommt. Finger weg! Meine persönliche Meinung für 2018 und Anfang 2019. Vielleicht paßt dort das Preis-/Leistungsverhältnis irgendwann mal… (Name des „Super(tollen)“-Herstellers gerne per Mail.

Empfehlenswerte Shops / Installateure

Höchstes Know-How rund um autarke Themen findet man bei https://www.amumot.de . Andre Bonsch hat einen der besten Blogs zu diesem Thema und einen gut sortierten Shop. Amumot darf man getrost als Urgestein bezeichnen, dabei ist Herr Bonsch noch gar nicht so alt 🙂 . Er selbst baut nicht mehr besonders viel selbst ein und nutzt für Einbauten Kooperationen. Wie die aktuelle Lage ist, bitte auf der Webseite prüfen.

Eine sehr individuelle Beratung bekommt man bei https://www.lieblingswomo.de . Hier ist Marco Neul nicht nur der Verkäufer, er ist ebenso der Installateur. Er liefert akkurate Installationen und perfekt abgestimmte Lösungen. Er verkauft aus Überzeugung die richtigen Produkte und besitzt großes, umfangreiches Wissen.

Wer mal in den hohen Norden möchte oder sogar dort lebt, kommt kaum an Marco Neul vorbei (fachlich gesprochen!). Kurz vor der Nordamerika-Reise lies ich uns dort die Truma Duo Control einbauen. Ich hatte keine Lust mehr, mir dieses Einbau-Wissen noch anzueignen. Bei Gas wollte ich keine Spaßinstallation durchführen, sondern einen professionellen Service genießen. Den bekam ich bei Marco.

Wer meine Ideen für zu extrem hält, der bekommt bei Marco Neul alle Antworten, die nicht so überzogen wirken mögen, wie meine Ausführungen 🙂 .

Kleiner Nachtrag oder besser Disclaimer:

Wir haben einige Wohnmobil-Händler kennen gelernt und viele Produkte auf Messen oder fertig eingebaut gesehen. Dadurch sind bei mir Meinungen entstanden, zu denen ich stehe. Es sind jedoch Momentaufnahmen. Das darf man nie vergessen. Sollte mir etwas Positives zu „B“ auffallen, so werde ich es ergänzen. Sollten die „Super(tollen)“ Batterien aus meiner Sicht mal super werden, ist mit einer Ergänzung dahingehend zu rechnen. Der Markt ist riesig geworden und jeder versucht sich abzuheben (und manche heben dabei ab 🙂 ).

 

Ich habe meine Beitrag entschärft und alle namentlichen (negativen) Nennungen herausgenommen.

Maik

Gebürtiger Norddeutscher (Stade) Jahrgang 1974, gut abgehangen.

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