01.08.2020 bis 27.08.2020: Es wird richtig gemütlich in Montana und abenteuerlich in South Dakota. Über Mount Rushmore und Oklahoma nach Texas.

01.08.2020 bis 27.08.2020: Es wird richtig gemütlich in Montana und abenteuerlich in South Dakota. Über Mount Rushmore und Oklahoma nach Texas.
Mount Rushmore

31.07.2020 bis 10.08.2020: Itch-Kep-Pe City Park in Columbus (Montana)

Es ist tiefe Entspannung angesagt. Wir wollen uns Gedanken über unseren Flug nach Hause machen und für welchen Termin wir buchen wollen. Laut KLM (niederländische Fluggesellschaft) ist es erst ab November mit Hund wieder möglich. Ein paar Wochen später erfahren wir, daß wir bereits im August mit KLM hätten fliegen können… Dazu werde ich ein gaaanz eigenes Kapitel schreiben. Dieses Kapitel handelt dann von Hotlines, Webseiten und seltsamen Entscheidungen…

Wir selbst sehen derzeit ohnehin keinen Grund, die USA zu verlassen. Wir haben noch einiges zu sehen und es entsteht ein grober Plan, wo es noch hingehen soll.

Der Itch-Kep-Pe City Park ist ein kostenloser Park in Montana, für den man nach eigenem Ermessen spenden kann. Er wird von der örtlichen Polizei betreut und hin und wieder kommt der Bürgermeister vorbei. Die Polizei sehen wir mit einer Streife mehrfach am Tag vorbei fahren. Es gibt Toiletten und fließend Wasser. Direkt vor der Tür liegt der Yellowstone River.

Wir schlagen ein gemütliches Lager auf und genießen die sonnigen Tage.

Aktivitäten im Itch-Kep-Pe City Park

Was macht man so im Park? Überwiegend nichts! Wir recherchieren unseren Flug, unsere Versicherungen und die Verlängerungen unserer Visa, denn wir haben Internet und holen die gewünschten Informationen ein.

Und sonst? Wir schauen uns die Rafting Touren auf dem Yellowstone River an. Ich gehe zu Fuß mit der Sackkarre ein paar Kilometer entfernt einkaufen. Abends sehen wir über VPN und Amazon Prime ein paar Videos oder Serien. So gut wie jeden Abend gibt es ein Lagerfeuer. Entweder klaue ich mir Holz von verlassenen Feuerstellen oder gehe ca. 700 Meter mit der Sackkarre und nehme mir Feuerholz von einem zentralen Sammelpunkt. Hier hinterlassen Ortsansässige alte Möbel, Europaletten, Holzschnitte, Baumabfälle und ähnliches und es darf offiziell verbrannt werden. Der Platz hat so einiges kostenfrei zu bieten! Direkt neben dran ist ein Golfplatz. An einem morgendlichen Spaziergang landete ein unglücklich abgeschlagener Golfball direkt vor meinen Füßen.

Eines mußte natürlich noch passieren: Der dritte Schlauchplater… Nun habe ich an „dem“ T-Stück alle drei Anschlüsse geflickt… Die Warmwasserschläuche im Wohnmobil können einen leicht aufregen…

10.08. bis 12.08.2020: Weiter nach Westen und wieder zurück...

Immer auf der gleichen Stelle hocken ist irgendwie voll doof. Also entscheiden wir uns, weiter Richtung Westen zu gehen. Butte soll das Ziel sein. Unser Zwischenstopp ist „unser“ Walmart in Bozeman (Montana). Hier treffen wir alte Bekannte wieder. Durch die OP für Finn verweilten wir einige Wochen in Bozeman und schlossen Bekanntschaften. Wir treffen die beiden Hündinnen Lilli und Rosy (die waren bereits bei uns im Wohnmobil) und ein junges Paar mit ihrer Katze wieder.

Es geht weiter nach Butte (Montana). Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß meine Idee keinen Sinn macht. Die Landschaft wird langweiliger; also viel langweiliger; so ziemlich ganz langweilig. Eigentlich wollen wir gar nicht weiter in den Westen und überhaupt. Was macht man dann? Wieder umdrehen und zurück auf Anfang! 400-500 km Umweg für die Erkenntnis: „Dat war nix.“

Wir fahren zwischendurch einen See für die Hunde an und landen danach wieder im Itch-Kep-Pe Park. Ja, die Aktion war irgendwie „so naja…“

Auf nach Butte und zurück

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12.08. bis 17.08.2020: Kaschmir: Der Held des Itch-Kep-Pe City Park

Uns wird im Itch-Kep-Pe Park einfach nicht langweilig. Das Wetter ist durchgehend gut und der Schatten unter den Bäumen prima. Wir gehen alle vier (Iris,Maik, Finn und Kaschmir) im Yellowstone River schwimmen. Die Sonne lädt über unser externes Solarpanel unsere Batterien, wir machen Lagerfeuer und grillen.

Ich habe die überragende Idee, einige hundert Meter flußaufwärts zu gehen. Kaschmir begleitet mich. Ich möchte mich vom Fluß treiben lassen. Hört sich erst einmal interessant an. Zwei Dinge sind mir nicht aufgefallen:

  1. Manchmal gibt der Fluß heftig Vollgas und zwar mehr als mir lieb ist.
  2. Dicke Felsen ragen immer wieder knapp unter der Wasseroberfläche hervor.

Ich lege mich ins Wasser und lasse mich treiben. Ich drehe mich mit dem Rücken in Strömungsrichtung. Das macht so lange Spaß, bis ich den ersten Felsen ins Kreuz bekomme. Und plötzlich beschleunigt der Fluß heftig. Ich drehe mich wieder um 180 Grad. Einen Fuß zum Boden gerichtet, den anderen waagerecht zum Boden. Och, geht ganz gut. Der Fluß wird schneller. Das ist lustig. Huch, nun wird er wahnsinnig schnell. Ich möchte näher zum Ufer. Ich versuche mit den Füßen zu stoppen und mich hinzustellen. Das Wasser geht mir bis an die Oberschenkel und der Sog reißt mich sofort mit und ich falle um. Ich drehe mich erneut, damit ich mit dem Rücken nicht gegen Felsen pralle. Ich werde noch schneller. Eigentlich bin ich nah am Ufer, aber nicht nah genug. Der Kaschmir fand das im Wasser bereits doof und lief neben mir her am Ufer entlang. Ich entschließe mich, immer wieder abzustoppen und in kleinen Schritten Richtung Ufer zu kommen. Das funktioniert. Kaschmir hingegen hat realisiert, daß ich etwas in Bedrängnis bin und eilt mir zu Hilfe. Hektisch schwimmt er mir entgegen. Ich muß innerlich lachen und bin stolz auf unseren Kaschmir. Mit hoher Geschwindigkeit kommt er direkt auf mich zu. Ich bin mittlerweile nah genug am Ufer und kann mich aufstellen. Kaschmir kann noch nicht stehen. Er erkennt, daß ich die Situation wieder im Griff zu haben scheine, stupst mich kurz mit der Nase an und schwimmt zurück zum Ufer. Für heute war Kaschmir für mich der Held des Tages!

Schwimmen im Yellowstone River

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18.08.2020: Little Big Horn Battlefield (Montana)

Der schönste Platz muß einmal verlassen werden. Wir fassten den Entschluß, daß wir noch Bekannte in Texas besuchen und ich ersann eine Route, die hoffentlich mit Highlights gespickt sein würde. Das Little Big Horn Battlefield gehört nicht zu den Highlights… Sicher ein geschichtsträchtiger Ort, wo General Custer von den Idianern mächtig einen auf die Nase bekam. Dummerweise gibt es lediglich vertrocknete Felder zu sehen

Little Big Horn Battlefield

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19.08.2020: Der "Devils Tower" in Wyoming

Was habe ich mich darüber lustig gemacht: „Heute sehen wir uns einen langweiligen Berg an – den Devils Tower“. Meine Recherche auf Google Maps ergab, daß dieser Berg als Sehenswürdigkeit eingestuft wurde.

Was soll ich sagen: Der Berg war schön! Um ihn herum viele Bäume und man konnte permanent Kletterer in dem Berg beobachten. Er sieht tatsächlich schick aus und hat eine ungewöhnliche Form. Und da er bei uns fast auf dem Weg lag, ist er auf jeden Fall einen Abstecher wert. Der Turm wurde buchstäblich aus der Erde nach oben gedrückt.

An diesem Tag war es sehr warm und wir ließen den Motor laufen, damit es die Hunde kühl haben. Hunde waren leider nicht erlaubt.

Devils Tower

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19.08.2020: Willkommen in South Dakota (Deadwood)

Wir entern South Dakota! In einem Welcome Center werden wir mit Informationen überschüttet. Wenn man das alles glauben darf, dann ist South Dakota auf jeden Fall eine Reise wert. Und genauso ist es! Wir bekommen eine Karte mit Panorama-Strecken und Haltepunkten. Für jedes Eckchen noch eine Broschüre. Die Planung kann beginnen. Für heute suche ich uns eine Panoramafahrt Richtung Deadwood raus. Und obwohl es schon recht spät ist, macht es viel Spaß. Selten düsen wir nach 19.00 Uhr für Sightseeing durch die Gegend. Die Haltepunkte entlang der Panoramastrecke sind sehenswert und unsere Hunde können sich in den Gebirgsbächen abkühlen. Der Auftakt in South Dakota läßt sich bereits gut an! Die Übernachtung erfolgt in Deadwood auf einem Museumsparkplatz.

South Dakota Panoramafahrt

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20.08.2020: Deadwood, Sturgis, Wonderland Cave, Chapel in the Hills, Rapid City

Der Tag hat es in sich. Wir machen Sightseeing in Deadwood und Sturgis, sehen uns die Wonerland Cave und die Chapel in the Hills an und landen am Ende in Rapid City.

Diese Ecke von South Dakota in den Bergen ist ausgesprochen schön. Die Städte sind nett anzusehen und das Unterhaltungsangebot ist groß.  Zunächst schießen wir ein paar Bilder in Deawood.

Bilder aus Deadwood

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20.08.2020: Sturgis (South Dakota)

Sturgis ist nicht nur eine Stadt, es gibt auch ein Rennen genannt „The Sturgis“. Es ist ein Biker-Rennen. Wir sehen ohnehin viele Biker. Die zahlreichen Kurven in den Bergen und die schöne Landschaft laden geradezu zum Biken ein. Die Marke Harley Davidson ist in ganz Amerika „DIE“ Marke, die wir fahren sehen.

Wir nehmen ein paar Impressionen von Sturgis mit, fotografieren einige Bikes und setzen unsere tour fort. Es gibt noch ’ne Menge zu sehen!

Bilder aus Deadwood

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20.08.2020: Wonderland Cave (South Dakota)

Die Wonderland Cave ist eine Tropfsteinhöhle. Klein und fein. Hier ist etwas mehr erlaubt als sonst. Durch das Kunstlicht wachsen ein paar Farne. Es gibt einen Brunnen, in den man Geldstücke werfen darf und einige Stellen sind zum Anfassen freigegeben.

Man hätte da nicht hingehen müssen, war jedoch ganz okay. Allerdings achtet man hier nicht so sehr darauf, daß die Höhle nicht zu stark von Menschen „kontaminiert“ wird. Sowas war uns auch neu. Kann man machen.

Danach gehen wir mit den Hunden durch den angrenzenden Wald. Das gefällt denen natürlich. Und der Tag ist noch nicht zu Ende!

20.08.2020: Chapel in the Hills (South Dakota)

Google Maps warf eine Kirche als Sehenswürdigkeit heraus. Die „Chapel in the Hills“ / Die Kirche in den Hügeln/Bergen. Diese Kirche wurde von einem ambitionierten Pfarrer gebaut. Er bekam dafür originale, norwegische Blaupausen und es entstand die Kirche im norwegischen Stil. Warum Norwegen? Rund um die Kirche lebten viele norwegische Einwanderer und die Idee wurde in die Tat umgesetzt.

Wir fanden sie sehr sehenswert und haben gerne einen Zwischenstopp eingelegt.

20.08.2020: Eigentlich nur Entsorgen, aber dann so ein Zoo...

Eigentlich wollten wir nur Entsorgen. Da sehen wir ein Grundstück mit überwiegend jungen Tieren. Nur die Mischung der Tiere war verrückt.

Reh, Zebra, Alpaca, Dromedar, Landschildkröte, Ziege, Känguru, Kalb, …

Leider haben wir keine Ahnung, was mit den Tieren gemacht wird. Die Tiere schienen sich alle miteinander zu verstehen und waren zutraulich. Auf jeden Fall sehr interessant.

Noch einmal recherchiert. Auf dieser Webseite „https://www.ffa.org/agricultural-education/“ findet man weitere Informationen. Man will Schülern bzw. Studierenden die Möglichkeit geben, sich vielfältig weiterzubilden. Dazu gibt es unter anderem diesen Tierhof mit unterschiedlichen Tieren aus aller Welt.

agricultural-education

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20.08.2020: Wir landen in Rapid City (South Dakota)

Wir übernachten vor einem Cabelas (Outdoor Ausrüster) und schmieden Pläne für den nächsten Tag. Heute schauen wir uns Rapid City nicht mehr an.  Dafür bleibt noch Zeit.

Rapid City hat eine tolle Besonderheit und die werden wir Euch in ausgewählten Bildern zeigen. Der nächste Tag sollte besser werden, als wir es vorher erwartet hätten, denn es geht in die Badlands (schlechtes Land könnte man grob übersetzt sagen).

21.08.2020: Minute Missile Historic Site (South Dakota, Northwest Jackson)

Bevor es in die Badlands geht, fahren wir dem Minuteman Missile Schild nach. Ich gebe zu, ich habe nie etwas mit Minuteman anfangen können, obwohl ich den Begriff kannte. In Nordamerika gab es die Minuteman (Miliz der britischen Kolonien), die innerhalb von einer Minute zum Kampf bereit sein sollten.

Die Minuteman Missile entstand im Kalten Krieg mit Russland. Es waren Raketen, die mit einem Atomsprengkopf versehen waren (und heute zum Teil noch versehen sind). Sie sollten (und können) innerhalb von 30 Minuten jeden Punkt auf der Welt erreichen. Dieser Ort erzählt die Geschichte der Minuteman Missile.

Angelehnt an die Werbung von Pizzalieferanten (liefern wir sie nicht innerhalb von 30 Minuten an, erhalten Sie Ihre Pizza gratis) gefiel mit ein Aufnäher besonders gut:

„Weltweite Lieferung innerhalb von 30 Minuten oder weniger, oder Ihre nächste ist gratis: Ihre Minuteman Raketen“

21.08.2020: Prairie Dogs (Erdhörnchen) in South Dakota

Diese kleinen, putzigen Tierchen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Diese, im Folgenden gezeigten Tiere, sind sehr zutraulich und wohlgenährt. Es mag daran liegen, daß hier direkt neben dran eine Futterstation liegt. Und aufgrund dieser Futterstation finden wir hier sehr an den Menschen gewöhnte Exemplare.

Ich habe mich für den Blog dazu kurz belesen und fand einen Hinweis interessant (gilt nicht zu 100% für jede Unterart der Präriehunde): Die Weibchen seien in der Trag- und Stillzeit sehr aggressiv. Sie greifen andere Weibchen bzw. deren Junge an und fressen diese (die Jungen, nicht die anderen Weibchen). Man spekuliert, daß so nur die Jungtiere der stärksten Mütter überleben. Die Mütter verteidigen Ihre Jungen. Die Männchen scheinen die Jungtiere auch zu verteidigen, halten sich im Wesentlichen jedoch raus. Männchen wechseln die Kolonien, um Inzucht zu verhindern. Außerdem verweigern die Weibchen ebenfalls den Sex, um der Inzucht entgegen zu wirken, darum ziehen die Männchen weiter (ist sonst nachvollziehbar viel zu langweilig…).

Präriehunde

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21.08.2020: Die Badlands (South Dakota)

Jo, da sind wir endlich: In den Badlands. Durch Erosionen haben sich diese Formationen gebildet. Es sieht teilweise so aus, als seien die Gebilde dadurch entstanden, als wären sie in den Boden eingefräst worden. Tatsächlich sollen Wind und Wasser schuld an diesen Strukturen haben.

Der Tag war heiß, jedoch recht trocken und so konnten wir die Badlands in heller und noch erträglicher Atmosphäre erkunden. Die Hunde nahmen wir teilweise mit. Wenn es nicht ging, dann ließen wir das Auto mit der Klimaanlage laufen.

Optisch boten die Badlands wieder einen etwas anderen Blick und wir gewannen durchaus neue Eindrücke. Dieser Ausflug war besser, als ich es anfangs erwartete. Steine hatten wir bisher mehr als genug und doch konnten wir neue Facetten entdecken.

21.08.2020: Wall Drug (Wall, South Dakota)

Wenn der Tag viel zu bieten hat, dann hat der viel zu bieten :-). Als nächstes geht es in den Wall Drug. Es ist ein großes Einkaufszentrum mit Fressmeile und viel Nippes. Es ist ganz nett gemacht und wenn man schon mal in der Nähe ist, dann sollte der Wall Drug einmal besucht werden.

Also waren wir da. Im Wall Drug in der Stadt Wall in South Dakota. Kann machen, sollte man machen, wenn man in der Nähe ist, muß man nicht extra hinfahren, wenn zu weit weg.

22.08.2020: Präsidenten in Rapid City (South Dakota)

In Rapid City in South Dakota hat man alle Präsidenten als Statuen an die Straßen gestellt. Es ist interessant zu sehen, wie viele Präsidenten es schon gab. Die Figuren sind sehr schön gestaltet. Wir fahren die Hauptstraße ab und bleiben überall stehen (vornehmlich an Kreuzungen). Iris nimmt die Statuen auf. Wir sollten fast alle fotografiert haben.

Die Idee fanden wir super und es hat Spaß gemacht, möglichst viele Statuen zu finden. Es folgt eine kleine Auswahl.

22.08.2020: Mount Rushmore (South Dakota)

Nun geht es zu einer absoluten Ikone der USA: Den Mount Rushmore. Hier sind die 4 Präsidentenköpfe in Stein gemeißelt: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln; die für Geburt, Wachstum, Entwicklung und Erhalt stehen (v.l.nr.)

Absolut passend in den Felsen gehauen. Einige Meilen weiter haben ein paar Indianer ein neumodisches Projekt gestartet, welches größer als der Mount Rushmore ist, wo man richtig viel Geld zahlen muß (über 20 USD), um ein halbfertiges, in den Felsen geklöppeltes, Projekt zu sehen. Ich hatte vorher schon den „Scherz“ gemacht, daß es immer teuer wird, wenn es in ein Indianergebiet geht. Dieses Vorurteil wird regelmäßig bestätigt.

Am Mount Rushmore zahlten wir 10 USD für das Parken und das war es. Ich habe Iris allerdings zum Senior gemacht und schon waren wir bei 5 USD. TumDiDum… 🙂

Mount Rushmore ist eine Pflichtveranstaltung. Allein der Weg durch die Berge ist schön. Doppelter Daumen rauf!

Mount Rushmore (South Dakota)

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22.08.2020: Wunderschöner Parkplatz Hot Springs (South Dakota)

Wir übernachten in Hot Springs (South Dakota). Es ist ein wunderschöner, ruhiger Parkplatz. In der Nähe befindet sich ein netter, kleiner Wasserfall. Wir stehen mitten in der kleinen Stadt und ist dennoch sehr ruhig. Morgen wollen wir uns in diesem Ort ein Museum ansehen. Und das sollte tatsächlich super werden.

Ich poste schon lange nicht mehr jeden Schlafplatz, aber dieser war wieder sehr schön, insbesondere für einen normalen Parkplatz mitten in einer Kleinstadt.

Hot Springs - Centennial Park (South Dakota)

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23.08.2020: The Mammoth Site (Hot Springs, South Dakota)

Heute schauen wir uns Mammuts an. Da kauft man sich ein Grundstück, setzt den Spaten an und trifft auf große Knochen. Schnell stellt sich heraus, daß hier gut erhaltene Mammutknochen liegen. Hier befand sich vermutlich ein Wasserloch mit glatten Wänden. Sobald ein Mammut in diesem Loch gefangen war, kam es die Wände nicht mehr rauf. Diese Senke wurde eine Todesfalle und für die Menschen eine Ausgrabungsstätte. Hier wird wissenschaftlich mit Labor geforscht. Durch das Wasser sind die Knochen gut erhalten. Sobald ein Knochen freigelegt ist, wird er konserviert und erfasst. Alles wird wunderbar dargestellt und lädt zum Verweilen ein. Absolut einen Besuch wert!

23.08.2020: Carhenge (Nebraska)

Und weiter geht die wilde Fahrt. Es ist immer noch sehr heiß und wir sehen uns Carhenge an. Es ist angelehnt an Stonehenge. Was soll ich sagen? Hier wurden ein paar Autos in den Boden geklöppelt und man hat daraus eine Attraktion gemacht. Die Idee ist putzig, kann man sich ansehen, lag so halbwegs auf unserem Weg und wir können einen Schritt in einem neuen Staat abhaken.

Wir sind einige Meilen durch Nebraska gefahren und es hat uns nicht so wirklich von den Socken gehauen. Da war Carhenge tatsächlich ein Highlight. Besser als die vielen Quadratkilometern an Maisfeldern, die Nebraska uns offenbarte.

Carhenge (Nebraska)

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24.08.2020: Webster Wildlife Area (Kansas)

Wir sind in Kansas und kommen an einem wunderschönen, kostenfreien Campinglatz an. Er ist direkt an einem See, Bäume bieten Schatten, den wir in der Hitze gut gebrauchen können, nur leider können wir die Hunde nicht schwimmen lassen: >Blaualgen< (viele Warnschilder).

Um uns herum finden wir Feuerholz für mehrere Wochen. Es gibt offizielle Feuerstellen, die Landschaft ist prima, der See ist toll. Es wäre ein Premium-Platz, würden die Warnschilder nicht explizit auf die Gefährlichkeit des Wassers hinweisen. Wir verbringen eine tolle Nacht am Lagerfeuer, reisen aber aufgrund der Wasserqualität am nächsten Tag weiter.

Morel Campground (Webster, Kansas)

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25.08.2020: Wichita, Riverwalk (Kansas)

Die nächste Nacht verbringen wir in Wichita (Kansas). Wir stehen auf einem öffentlichen Parkplatz und können bequem zum Riverwalk gelangen. Hier finden wir den „Keeper of the plains“, der ein Idianerdenkmal ist. Entlang des Ufers gibt es einige Gedenkstätten und Statuen. Uns gefällt die Stadt sehr gut und neben dem Riverwalk fahren wir am nächsten Tag durch die Stadt für ein wenig Sightseeing. Wirklich aussteigen mag man nicht, denn es wird wieder brüllend heiß und die hohe Luftfeuchtigkeit ist kein Spaß. Die Hunde kühlen sich in Wasserfontänen ab.

Wichita (Kansas)

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26.08.2020: Oklahoma City

Auf unserem Weg nach Texas durchqueren wir Oklahoma City. Das Stadtbild gefällt uns sehr gut und wir übernachten vor einem Bass Pro Shop. Wir sehen Kunst, Skulpturen und Bricktown.

Richtig schick ist das Oklahoma Land Run Monument. Hier wird dargestellt, wie die neuen Siedler mit Pferden und Planwagen einwanderten und Nordamerika besiedelten.

Das Wetter ist diesmal verregnet und deutlich abgekühlt. Das ist eine willkommene Abwechslung zur Hitze, von der wir in den nächsten 2 Wochen noch mehr als genug bekommen (also von der Hitze).

Es war nie geplant, diese Städte zu besichtigen. Am Start unserer Tour waren für mich persönlich nur die Nationalparks gesetzt. Dadurch, daß wir nun mehr kreuz und quer durch die Lande fahren, fallen uns durchaus sehenswerte Städte vor die Füße.

27.08.2020: Gainsville (Texas)

Wir sind in Gainesville Texas. Hier soll die Vorzeige-Einwanderfamilie „Die Reimanns“ ihren „Siegeszug“ durch die USA gestartet haben. Später lebten sie dann einige Jahre am Lake Mosley, den wir nicht aufsuchten, zumal die Reimanns nun auf Hawaii ein neues Zuhause haben.

An dieser Stelle möchte in den Blog zunächst beenden, auch wenn die letzten Tage des Augusts locker noch reinpassen würden. Zunächst ist dieser Blog schon länger geworden, als ich es erwartete, außerdem möchte ich die Zeit in Texas gesondert betrachten und an den Anfang des nächsten Blogs setzen.

Schon wieder zeigt die rückwärtige Betrachtung der letzten Wochen, daß wir mehr erlebten, als ich es „gefühlt“ geglaubt hätte. Ich bin rund 3 Wochen hinterher. Durch Polarsteps haben wir unsere Gedanken immer tagesaktuell niedergeschrieben und der Blog ist dann die komprimierte Aufbereitung. Wobei meine Polarsteps immer sehr komprimiert sind und Iris ihre Erlebnisse ausführlicher in Polarsteps beschreibt. Ich nutze unseren beiden Perspektiven, wobei der Blog immer etwas mehr durch meine persönliche Meinung eingefärbt ist, da ich ihn schreibe, und betrachte die Vergangenheit mit etwas Abstand. Ich bin immer wieder überrascht. Ich kann jedem Polarsteps empfehlen und wer mag, der sollte die zusätzliche Arbeit eines Blogs nicht scheuen.

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Maik

Gebürtiger Norddeutscher (Stade) Jahrgang 1974, gut abgehangen.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Oellerich,+Rita

    Hallo Maik, es war wieder super, Deinen Kommentar zu lesen was Ihr alles erlebt habt ist einfach nur schön, nur das mit dem Fluss mit Dir und Kaschi hat meinen Puls höher schlagen lassen, da kann man doch mal sehen welche Kraft das Wasser hat, Gott sei Dank ist nochmal alles gut gegangen. Ich freue mich auf den nächsten Blog, denn ein paar wird es ja noch geben.👍😊

  2. Uwe+Oellerich

    Maik, es war wieder einmal eine tolle Zeitreise durch Eure Erlebnisse. Deine „Ganzkörper-Flußfahrt“ war ja sehr gewagt!🥴 Die Reaktion von Kaschmir hat mich an einen Vorfall erinnert als Ihr auf Kreuzfahrt ward und ich mit Finn und Kaschmir über die Wiese bei Eurem Haus rumgetobt bin. Die Hunde waren bestimmt 100 Meter vor mir, ich wollte ihnen über einen Graben folgen, bin ausgerutscht und auf dem Rücken im Graben gelandet. Als ich mich aufrappeln wollte standen die beiden Fellnasen schon neben mir. „Gefahr“ spüren sie scheinbar sofort.
    Eure Fellnasen sind Treue und aufmerksame Begleiter. Euch Allen wünsche ich noch viele schöne Erlebnisse. Ich freue mich auf den nächsten Blog! Ganz liebe Grüße ❣

    1. Maik

      Der nächste Blog läßt nicht mehr sooo lange auf sich warten. Der Monat ist schon wieder zu 2/3 rum.

  3. Ingrid+Gallasch

    Bin begeistert und schließe mich den Ausführungen Deiner Eltern an. Mach nur nicht wieder so einen waghalsigen Stunt mit Wasser, das treibt einem ja die Nackenhaare in die Höhe. Freuen mich über die nächsten Beiträge. Liebe Grüße auch von Willi, Ingrid

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