19.02.2020 bis 28.02.2020: Back on Track in den USA. Nach der Westküste kommt die Ostküste dran! Zunächst Arizona und New Mexico. Ufos und tolle Höhlen!

19.02.2020 bis 28.02.2020: Back on Track in den USA. Nach der Westküste kommt die Ostküste dran! Zunächst Arizona und New Mexico. Ufos und tolle Höhlen!
White Sands Picnic Area

19.02.2020: El Centro (Kalifornien)

Wir kommen zurück und treffen www.kurmaontour.de (Gabi und Jürgen) in El Centro. Vor einigen Monaten sahen wir sie bereits in Ottawa! Ich sach ja: Nordamerika ist ein Dorf! Beide sind in ihren 50’ern und machen den Eindruck, als hätten sie erst die ersten 1-2 Jahre ihrer 40’er erlebt. Wir geben Ihnen den Tipp, in Calexico/Mexicali über die Grenze zu gehen und lieber San Felipe anzuschauen, als bis nach Tecate zu fahren und dann in Ensenada zu landen. Sie möchten nur ihr Visum verlängern, kurz ausreisen und dann wieder einreisen. Hat super geklappt! Sie wollen nun in den Westen der USA und ich nutze deren Blog, um zu schauen, was uns so im Osten erwartet. Will man einen etwas seriöseren Blog lesen (als diesen hier), der sehr informativ ist, dann ist www.kurmaontour.de eine gute Wahl!

Wir nächtigten auf dem örtlichen Walmart und stockten unsere Vorräte auf. Für ein Bild hat es an diesem Abend nicht mehr gereicht. 

20.02.2020 bis 21.02.2020: Ogilby (Kalifornien) - Gisela und Arne

Auch hier wird der aufmerksame Leser feststellen: „Ogilby? Das hatten wir doch schon mal!“ Yes, sowhat von korräkt!! Wir wollen Gisela und Arne wiedertreffen. Ursprünglich aus Berlin, seit über 30 Jahren Kanadier und aktuell Überwinterer in Ogilby. Die Wüste ist nicht so das Ding unserer Hunde, wir wollten jedoch Gisela und Arne und das allabendliche Lagerfeuer wiedersehen. Wir haben uns darauf gefreut und das zu recht!

Arne hat für Gisela zu Valentinstag ein schönes Herz geformt, wo jeden Abend das Feuer der Leidenschaft brennt. Zumindest brennt da ein Lagerfeuer!

In netter Runde sitzen wir zusammen, trinken Bier und Wein und Tequila. Immer wieder schön!

Funfact: Ich war der Meinung Valendienstag ist immer Dienstags… Kein Flachwitz, brutale Wahrheit. Offenbarungseid schonungsloser Verblödung oder vielleicht sogar sehr positiv? Weiß man es…

Ogilby Wüstencamp

Zum Vergrößeren auf ein Bild klicken!

22.02.2020: Rest Area (Arizona) und Wäsche waschen (Tucson)

Wir übernachten in den USA gerne mal auf einer Rest Area (Rastplatz). Die sind oft sehr schön angelegt. Der Verkehr in der Nacht geht fast immer gegen Null. Die meisten Straßen scheinen wenig befahren zu sein. Das Land ist riesig, da verteilen sich die Menschen besser.

Morgens geht unser Weg weiter und führt uns nach Tucson (Arizona). Wir waschen erst einmal unsere Wäsche. Typisch für Waschsalons laufen hier Industriemaschinen. Meine (Maik) Aufgabe ist das Wäsche waschen.

Morgen steht dann wieder ein interessanter Programmpunkt an. Nach der Rest Area und dem Waschen verweile wir den Abend in Tucson auf einem Walmart Parkplatz.

In Arizona angekommen

Zum Vergrößeren auf ein Bild klicken!

23.02.2020: Tucson Pima Air and Space (Arizona)

Das Air und Space Museum in Tucson ist absolut sehenswert! Wobei wir in Deutschland das https://www.dorniermuseum.de/ in Friedrichshafen (11,00 Euro pro Person) ebenso empfehlen können. Das Museum in Friedrichshafen findet ich fast sehenswerter.

Tucson kann jedoch mit den unglaublich spektakulären Fluggeräten punkten. Von riesig bis skurril ist alles dabei. Ich schätze den höheren Informationsgehalt des Museums in Friedrichshafen, dafür sind die Ausstellungsstücke in Tucson eine Spur interessanter. Würde man mich vor die Wahl stellen und ich dürfte nur ein Museum sehen, meine Wahl fiele auf das Dornier Museum.

Sei es drum, dieses Museum hat sich gelohnt und war nicht zu teuer. Preis und Leistung (16.50 USD pro Person) haben gestimmt.

Eine Besonderheit, die häufig auf Museen in den USA zutrifft, sind die Armee-Veteranen. Die Veteranen stehen gerne für Fragen zur Verfügung und haben Spaß dabei, ihre Erfahrungen weiter zu geben.

24.02.2020: Tombstone (Arizona)

Watt soll isch sagen? Tombstone. Gunfights. Cowboys zum Anfassen. Wilder Westen poor (nicht pur, poor=arm…).

Am Arsch!

Eine auf Western – Stadt gemacht Stadt, die im Wesentlichen aus Klimbim besteht. Sprich: Touristenfalle. Wer auf Cowboy-Klamotten steht, wird hier vermutlich fündig. Ein paar origenelle Geschäfte waren dabei. In einem Laden gab es interessanten Steam-Punk. Fressbuden sind obligatorisch.

Es gibt mehrere „Theater“, die Gunfights (also Schießereien) zeigen. Ein paar Stuntmen sollen eine relativ nette Show liefern. Dafür werden 10-15 USD verlangt. Wir haben es uns gespart. Tombstone war etwas enttäuschend, aber wir waren da. Es war nicht völlig daneben, aber wenn es nicht direkt auf einem Reiseweg liegt, kann man es aus unserer Sicht auch auslassen.

Die Stadt Tombstone

Zum Vergrößeren auf ein Bild klicken!

24.02., 25.02. und 26.2.2020: Schicke BLM Lands und Recreation Areas

Es sind in den nächsten drei Tagen entweder BLM Lands oder Recreation Areas, die unser Zuhause sein werden. Wir wechseln von Arizona nach New Mexico. BLM Lands oder Recreation Areas  bedeuten, daß es ausgewiesene Ländereien des Staates sind oder Erholungsgebiete (eigentlich auch staatlich). Diese Gebiete sind häufig schöner und besser als die etablierten, privat geführten Campgrounds. Die privaten Campgrounds liegen im Schnitt bei 30 USD und können locker bis auf 70, 80 oder sogar 150 USD (Florida) hochgehen.

Diese BLM und/oder Recreation Areas sind in der Regel für 14 Tage kostenfrei. Okay, ohne Wasser oder Entsorgung, aber oft mit Pit Toilets (Plumpsklos). Alles ist immer sehr gepflegt. Nur eine Nacht zu bleiben, ist fast zu schade.

Regelmäßig gibt es ausgewiesene Wanderwege. Die Aussicht ist nicht selten grandios und wir lieben diese Art von Plätzen. Die Wege dorthin sind für gewöhnlich Schotterpisten. Mal ruppiger, mal nett zu fahren.

Es kann Dir gut passieren, daß Du morgens zwischen Kühen aufwachst oder zum Einschlafen des Nachts Kühe zählen kannst. Die folgenden Bilder sind von 3 dieser Areas. Sie umfassen die Nächte vom 23.02. auf den 24.02, vom 24.02. auf den 25.02. und den 25.02. auf den 26.02.2020.

Wie finde ich die Plätze? Fast alle sind in der App iOverlander verzeichnet. Ansonsten die Google Maps Suche verwenden und mit den Suchbegriffen spielen. Beispiele für Suchbegriffe: „BLM Camping“, „Recreation Area“, „National Recreation Area“, „BLM“, „BLM OHV“. (OHV, off-highway vehicle – Offroad Fahrzeug).

Enttäuscht wurden wir nie. Es sind ein paar Schätze und totale Knaller dabei. Wir sind dann schon mal 3-4 Tage spontan irgendwo geblieben, weil es einfach schön war und man mit den Hunden wandern konnte.

Tipp bei Hunden: Lassen sich Eure Hunde nicht abrufen, dann leint sie an. Unsere beiden Schäferhunde laufen immer frei. Wir wurden bereits mehrfach von Park-Rangern „erwischt“. Da unsere Hunde hören, ist es maximal bei einer Verwarnung geblieben, meistens sagten die Ranger uns, daß wir ihnen einen Gefallen tun würden, wenn unsere Hunde permanent angeleint blieben. Wurden wir einmal erwischt, blieb die Leine dran. Fordert es nicht heraus. Es wird mehr kontrolliert, als man denkt. BLM Land war immer unproblematisch, aber bei National Recreation Areas müßt ihr mit Rangern rechnen. Nutzt deren Freundlichkeit nicht aus, wir haben es nie erlebt, aber gewannen den Eindruck, daß die auch anders können.

Nehmt zum Beispiel das Bild: „Kaschmir und die Kuh“. Ihr reist mit Hund? Kennt/en Euer/Eure Hunde Kühe und/oder Pferde. Sind Eure Tiere sicher? Bellen die sofort drauf los? Wir leben auf dem Land. Unsere Hunde kennen seit dem Welpenalter Kühe und Pferde. Haltet Eure Hunde im Blick. Seid ihr wirklich sicher im Umgang mit Euren Hunden? Wißt Ihr, wie oft und wie lange wir mit unseren Hunden trainieren? Jeden Tag! Kein Tag ist ohne Training. Das hört nie auf. Es wird nur leichter. Und dann kommt eine Situation wo ihr denkt: „Huch, das hat er noch nie gemacht…“ Nehmt Ihr Euren Hund bei Gefahr gerne auf den Arm? Dann ist so eine Reise nichts für Euch. Bleibt zu Hause oder laßt Euer Tier zu hause. Wir kennen einen richtig coolen Chiuhuahua, der viel frei läuft und nicht auf den Arm genommen wird. Das ist ein cooles, sicheres Tier. Mit dem kannst Du alles machen. Nur weil er klein ist, ist das kein Tragetier. Keine Ausreden, der Mensch ist schuld, (fast) nie das Tier. Bestes Chiuhuahua-Beispiel: https://www.facebook.com/leon.unterwgs.9.

Der überwiegende Teil der amerikanischen Hundebesitzer hat keine Ahnung. Die gehen gerne in Hundeparks, setzen sich auf eine Bank und hoffen, daß die Hunde alleine laufen. Klasse… nicht…

Unsere Hunde kennen es, auf eingefleischte Hunderudel zu treffen. Die können damit umgehen. Kein Traumzustand für jeden Hundebesitzer. Da hatten wir bisher nie Streß. Findet nur den Punkt, wann eingreifen geboten ist, übertreibt es damit nur nicht.

Läuft es bei uns mit den Hunden zu 100% nur harmonisch ab? Nee, es heißt immer wach bleiben! Es gibt keine Ausrede! Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Knallt es, dann greift ein! Lebt ihr in ständiger Angst um Eure Tiere? Bleibt zu hause…

26.02.2020: White Sands National Monument (New Mexiko)

Da denkste so: „Joa, weißer Sand, kann man hinfahren. Aber der ist halt nur weiß… So what?“

Wenn man dann vor Ort ist, dann versteht man, warum das schön ist. Der Sand ist wirklich fast weiß, sehr fein und weich. Beide Hunde hatten Spaß am Sand. Ich bin mir nicht sicher, ob sie die ganze Zeit das Wasser suchten…

Wir trafen schon häufiger einen umgebauten Schulbus an. Den sehen wir die ganze Zeit in den USA an verschiedensten Plätzen. Zuletzt noch in Moab. Ich sach noch: Nordamerika ist ein Dorf.

Richtig schick zu bemerken ist, daß Hunde fast überall erlaubt waren. Na, wenn das nicht ein großer Pluspunkt ist! Ein toller Tag für uns und die Hunde an einem riesengroßen Strand ohne Wasser.

 

27.02.2020: Roswell (New Mexiko)

Habt ihr schon mal was über Roswell gehört oder die Area 51? Das ist alles sehr bekannt für die Sichtung von Außerirdischen und Ufo’s. Man spricht von abgestürzten, bemannten Fluggeräten, die von anderen Planten gekommen sein sollen. Angeblich weiß die US-Regierung davon und verheimlicht es.

Roswell ist so ein Ort, der schwer mit Außerirdischen, Meteoriten und Ufo’s zu tun haben soll. Wir waren in dem Ort und in einem Museum. Das Museum beherbergt eine Bibliothek, die alles Wissenswerte zur Verfügung stellen kann. Da dürfte kaum ein Zeitungsartikel fehlen.

Es war recht amüsant, wenn man in der Nähe ist, kann man es sich ansehen. Ansonsten versucht man einem allerhand Alien-Krams zu verkaufen. Alles für die Touristen. Nach ein paar Stunden ging es weiter und der nächste Tag sollte wieder ein Knaller werden!

28.02.2020: Carlsbad Caverns National Park (New Mexiko)

Die Carlsbad Caverns sind etwas ganz besonderes. Hier wurde dem breiten Publikum eine riesengroße Höhle zur Verfügung gestellt. Das Gebiet selbst ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Es gibt noch eine größere Höhle, in die dürfen nur ausgesuchte Forscher mit hervorragendem Ruf. Es gibt ein Problem: Sobald man eine Höhle betritt, greift man in das Ökosystem ein. Allein der Staub, die Fasern und die Hautschuppen, die tausende von Menschen in die Höhlen tragen, verändern das Ökosystem.

In den Höhlen bekommen Schwalben und Fledermäuse ihre Jungen (und Junginnen??). Zeitlich fliegen die einen am Tage durch die Gegend, die anderen in der Nacht. Ratet mal wer…? Also, wann und wie fliegt und so…

Es gibt einen Beobachtungspunkt, wo man spätestens zu Beginn des Sommers die Fledermäuse in großen Scharen aus der Höhle fliegen sehen kann. Wir waren noch zu früh. Fledermäuse überwintern in wärmeren Gegenden und kommen zur Sommersaison in die Höhlen zurück. Fledermäuse sind nicht blind. Sie können gut sehen und haben zusätzlich die Orientierung per Ultraschall. Die Fledermäuse bringen nur ein junges zur Welt. Die Schwalben legen häufiger ihre Eier.

Früher baute man die Fledermausscheiße ab und verarbeitete es als Dünger (z.B. auf Orangenplantagen). Ein Mann erkundete die Höhlen und wurde der Experte für die Carlsbad Caverns und der Wegbereiter für die spätere Nutzung.

Innen sieht man riesige Tropfsteinhöhlen, die mehrere hundert Meter messen. Ein tolles Schauspiel. Der Audio-Guide ist sehr gut gemacht und bietet an fast 50 Stellen weitergehende Informationen. Man sollte sich Minimum 3 Stunden Zeit nehmen. Es geht bis zu 250 Meter tief und man wandert mehrere Kilometer.

Doppeldaumen rauf! Die Höhlen sollte man gesehen haben! Die Bilder bringen nicht im Ansatz rüber was wir sahen.

Da der letzte Blog über die Baja California (Mexiko) längentechnisch leicht aus dem Ruder lief, schließe ich diesen Blog mit Arizona und New Mexico. Nach New Mexico geht es rüber nach Texas. Schauen wir mal, ob der Film „Texas chainsaw massacre“ das hält, was Texas verspricht? Äh, oder umgekehrt?

Vorschau auf Texas? Da kann ich noch gar nicht so viel sagen, wir hängen diesmal nur eine Woche mit dem Blog hinterher! Juchuu!!!

Maik

Gebürtiger Norddeutscher (Stade) Jahrgang 1974, gut abgehangen.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Klaus Schweighofer

    Servus ihr 5!
    Maik, jetzt gibst du aber richtig Gas. Du bist ja schon fast aktuell mit dem Blog, congratulation :-). Wieder alles super beschrieben.
    Übrigens mit über 30 Jahren *Schäfer*hund erfahrung kann ich nur alles bestätigen was du allgemein über Hunde geschrieben hast. Manche Menschen sollten einfach keine Hunde haben.
    Ich wünsche euch weiterhin eine wundervolle Reise ohne Komplikationen.
    LG Klaus

    1. Maik

      Texas macht gerade viel Spaß und wirklich heftige Komplikationen hatten wir nicht. Ich schreibe gerade weiter am Blog. 🙂

  2. Uwe Oellerich (Vater)

    Und wieder einmal hat das Lesen richtig Spaß gemacht❣ Die Schilderungen Eurer Erlebnisse (mit, oder ohne Hund 😉) sind amüsant und lehrreich! Ich freue mich auf den nächsten Blog ❣
    Habt weiterhin viel Spaß und passt gut auf Euch auf ❣😘😘🤗

    1. Maik

      Wir haben viel Spaß. Wir werden in den nächsten Tagen hoffentlich das Hundeprogramm intensivieren. Das wird :-).

  3. Angelika Schulz

    Hallo Maik,
    toller Bericht und phantastische Aufnahmen! Sehr interessante und abwechslungsreiche Orte, die Ihr da besucht habt. Es macht Spaß, Euch zu folgen! USA, ein tolles Land für mobiles Reisen- man spürt, dass die Freiheit einen hohen Stellenwert hat. Und ja, und Du hast Recht: Man sollte nichts übertreiben, sonst ist’s mit der Freiheit schnell vorbei! Weiterhin gute Fahrt!
    Freuen uns schon auf den nächsten Blog! LG Geli+Jörg

  4. Rita Oellerich

    Hallo Maik, ich habe mit viel Freude Deinen neuen Blog gelesen, es macht immer wieder Spaß. Es freut mich, dass Ihr immer wieder schöne unvergessliche Erlebnisse habt und Euch so toll um die Fellnasen kümmert, damit sie auch zu ihrem Recht kommen. Ich hoffe, dass Ihr gesund bleibt und noch weitere schöne Erkundungen durchführen könnt. Ich freue mich auf den nächsten Blog.
    Liebe Grüße Mama

    1. Maik

      Wir sind fit und gesund. Hoffen wir mal, daß aus dem Corona Virus ein Becks Virus wird, dann klappt es auch mit dem Rückflug!!

Schreibe einen Kommentar

Wenn Sie kommentieren, stimmen sie unseren Datenschutzbedingungen zu.